Tagung: Dachgenossenschaft – eine neue Trägerstruktur für Wohn- und Quartiersprojekte in NRW

Wohn- und Stadtteilinitiativen stehen immer vor der Frage, in welcher rechtlichen Konstellation sie ihre Ideen verwirklichen wollen. Die Rechtsform der Genossenschaft bietet eine gute Absicherung von Projektzielen und von demokratischen Entscheidungsprozessen. Gleichzeitig ermöglicht sie ein sicheres Wirtschaften für ein gemeinsames Ziel. Nicht bei jedem Projekt ist aber die Gründung einer einzelnen, neuen Genossenschaft möglich oder sinnvoll.
Eine Dachgenossenschaft kann hier für das einzelne Projekt Entlastung schaffen. In NRW engagiert sich die WohnBund-Beratung NRW mit dem wohnbund e.V. und verschiedenen Akteuren daher für die Schaffung einer neuen (Dach-) Genossenschaft für Wohn- und Stadtteilprojekte.
Diese bietet die Möglichkeit
• zur Reduzierung von Gründungs- und Verwaltungsaufwand durch Zusammenschluss von Projektinitiativen,
• zu Vernetzung und Informationsaustausch zwischen den Initiativen,
• zur Schaffung von solidarischen Finanzierungsinstrumenten, sowie
• zur Verbesserung der Bonität gegenüber Banken.
Gleichzeitig bleibt die weitgehende Unabhängigkeit und Autonomie der einzelnen Projekte gewährleistet. Qualitätsstandards bilden einen Rahmen für soziale, ökologische oder technische Innovationen in den Projekten.
Die Tagung am 28. Oktober 2016, 10.30-14.30 Uhr bietet Einblicke in die Voraussetzungen und Erfahrungen aus der Praxis von Dachgenossenschaften, die bereits seit vielen Jahren als Träger für Wohn- und Stadtteilprojekte arbeiten. Die Gründungsinitiative für die neue Dachgenossenschaft in NRW stellt die Initiative noch einmal für interessierte Projekte und Akteure vor.

Tagungsprogramm herunterladen

Die Veranstaltung findet statt im Stadtteilzentrum Q1-Eins im Quartier, Halbachstraße 1, 44793 Bochum

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, eine Anmeldung war bis zum 21. Oktober 2016 möglich.

Eine Nachtrachtung der Tagung finden Sie unter: http://dachgeno.wbb-nrw.de/tagung